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Häufig gestellte Fragen


Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
 
Muss ich für den Besuch des RHC Groninger Archieven einen Termin vereinbaren?
Nein, wenn Sie etwas recherchieren möchten, können Sie einfach während der Öffnungszeiten des Lesesaals vorbeikommen. Wenn Sie eine umfassende Untersuchung beginnen möchten, kann es sinnvoll sein, im Voraus einen Termin zu vereinbaren. Der Lesesaal wird unterschiedlich viel besucht, somit könnte es passieren, dass nicht immer Gelegenheit ist, Sie ausreichend zu beraten. Natürlich können Sie aber auch während oder nach Ihrem Besuch einen Termin vereinbaren.
 
Wie kann ich Archivalien bestellen oder reservieren?
Schauen Sie zunächst bei den Zugängen (Beschreibungen der Archivalien), was Sie benötigen. Im Lesesaal befindet sich ein Computersystem, mit dem Sie die Archivstücke, die Sie einsehen möchten, unter der entsprechenden Nummer bestellen können. Gern helfen Ihnen hierbei auch die Mitarbeiter im Lesesaal. Zudem können Sie bereits vorher mit Hilfe unserer Website schauen, welche Archive sich bei uns befinden und zum großen Teil auch schon in den Zugängen dieser Archive suchen. Die meisten Stücke müssen von den Archivmitarbeitern aus den Depots geholt werden.
Wenn Sie genau wissen, was Sie benötigen, können Sie die Archivstücke auch reservieren. Dies können Sie selbst im Lesesaal über das Bestellsystem tun, sofern Sie wissen, wann Sie wieder hier sein werden. Von Zuhause aus können Sie Archivalien (maximal drei an der Zahl) reservieren. Hierbei geben Sie dann die entsprechenden Zugangs- und Inventarnummern an, um die es Ihnen geht. Bei einer größeren Anzahl an Archivalien ist es besser, diese so früh wie möglich zu bestellen. Wenn Sie am Dienstagabend kommen, empfehlen wir Ihnen ausdrücklich, im Voraus die gewünschten Stücke zu reservieren. Dies können Sie mit Hilfe unseres Reservierungsformulars tun.
 
Kostet mich die Reservierung von Archivalien oder die Erläuterung derselben etwas?
Nein, das Reservieren und Einsehen von Archivstücken im Lesesaal sowie eine Beratung durch unsere Mitarbeiter ist kostenlos. Sie bezahlen aber für Reproduktionen und für Recherchen, für die Sie uns den Auftrag erteilen.
 
Ich kann selbst nicht kommen, um meine Recherche zu betreiben. Kann ein Mitarbeiter der RHC Groninger Archieven die Untersuchung für mich durchführen?
Es besteht die Möglichkeit, Ihre Untersuchung über uns durchführen zu lassen. Der maximale Zeitaufwand, den wir für Ihre Recherche aufbringen, beträgt anderthalb Stunden. Die damit verbundenen Kosten entnehmen Sie bitte unserer Tarifübersicht. Ihre Anfrage richten Sie bitte schriftlich per Fax, E-Mail oder Brief an uns. Nach Empfang Ihrer Anfrage erhalten Sie innerhalb von wenigen Tagen ein Auftragsformular. Darin finden Sie auch eine Schätzung über den Zeitaufwand, der für die Durchführung Ihres Rechercheauftrags in etwa nötig sein wird. Wenn Sie die Recherche dann noch immer von uns durchführen lassen möchten, ist dieses Formular ausgefüllt an uns zurückzuschicken. Des Weiteren haben Sie auf dem Formular die Möglichkeit anzugeben, wie viel Zeit maximal für Ihre Recherche aufgewendet werden soll und in welcher Reihenfolge wir Ihren Fragen nachgehen sollen. Wir beginnen erst nach Rücksendung des Auftragsformulars mit der Untersuchung. Spätestens drei Wochen nach Empfang erhalten Sie eine Antwort von uns. Auch für den Fall, dass die Recherche kein Ergebnis ergeben hat, werden Ihnen die angefallenen Kosten in Rechnung gestellt. In jedem Fall erhalten Sie eine genaue Angabe über das Material, das wir bei Ihrer Recherche untersucht haben. Die Groninger Archieven können hinsichtlich der erzielten Untersuchungsergebnisse keine rechtliche Verantwortung übernehmen. Allgemeine Informationen zu den existenten Archiven und Sammlungen sowie zum Inhalt von Beständen und Katalogen sind kostenlos.
 
Wie komme ich an Reproduktionen (Fotos/Kopien) von Archivalien und was kosten diese?
Das ist vom Archivstück abhängig. Es gibt Stücke, die man fotokopieren lassen darf; andere dürfen überhaupt nicht kopiert werden, jedoch darf in bestimmten Fällen ein Foto gemacht oder nachbestellt werden lassen – auch in digitaler Form. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Kosten. Hier finden Sie Informationen zu unseren Dienstleistungen und Tarifen. Im Lesesaal können Sie mit den Mitarbeitern über die verschiedenen Möglichkeiten sprechen und sich dann entsprechend entscheiden. In manchen Fällen ist es auch möglich, selbst eine Aufnahme mit Ihrer eigenen (digitalen) Kamera zu machen.
 
Kann ich auch Archivalien ausleihen?
Archivstücke sind häufig einmalig und darüber hinaus sehr anfällig für Beschädigungen. Deshalb müssen die Archivalien im Lesesaal eingesehen werden. Wir verleihen Stücke nur für Ausstellungen und auch dann nur unter bestimmten Voraussetzungen. Um Stücke aus unserem Archiv bei Ihnen in der Nähe einsehen zu können, ist in bestimmten Fällen eine Fernleihe an andere Archiveinrichtungen möglich.
 
Kann ich bei den Groninger Archieven alle Archivstücke über Groningen finden?
Nein, Gemeinden und Wasserbehörden („waterschappen“) verwahren ihre eigenen Archive. Mehr darüber finden Sie bei GroningerArchiefNet. Gemeinden bestehen jedoch erst seit 1811. Ältere Stücke befinden sich fast ausschließlich bei uns. Die Groninger Archieven verwahren jedoch die Archive der Gemeinde Groningen und diejenigen der ehemaligen Gemeinden Hoogkerk und Norddijk.
 
Ich habe alte Filme/Fotos/Papiere zu Hause, die ich gerne abgeben möchte. Können die Groninger Archieven damit etwas anfangen?
Die Groninger Archieven verwahren viele Arten von Archivalien über die Stadt und die Provinz Groningen und erweitern den Bestand immer wieder. Wir sind vor allem an Informationsmaterial interessiert, das wichtige Fakten über die Geschichte von Stadt und Provinz enthält oder unsere Sammlung ergänzt. Wir empfehlen Ihnen, diesbezüglich mit den Groninger Archieven Kontakt aufzunehmen.
 
Wie kann ich am besten mit Familienforschung anfangen?
Es ist sinnvoll, erst einmal Zuhause und bei Familienmitgliedern der Frage nachzugehen, welche Informationen bereits vorhanden sind. Des Weiteren können Sie schauen, ob bereits jemand anderes Recherchen zu Ihrer Familie betrieben und diese vielleicht sogar publiziert hat. Zudem gibt es die Internetseite von Genlias, die den besten Ausgangspunkt für Familienforschung bildet. Mit Genlias können Sie in standesamtlichen Akten nach den für Sie interessanten Daten suchen. Von der Provinz Groningen sind alle Heiratsurkunden aus der Zeit von 1811 bis 1922 verarbeitet sowie in zunehmendem Maße auch Sterbeurkunden von 1811 bis 1952. Die Seite ist immer auf dem aktuellsten Stand. Über diese Seite können Sie auch Kopien von Akten anfordern. Die Groninger Archieven organisieren regelmäßig kostenlose Einführungsveranstaltungen für „Forschungslaien“, bei denen vor allem dem Thema Familienforschung besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
 
Welches sind die wichtigsten genealogischen Websites im Internet?
Für die Suche von Zuhause aus stellt Genlias die wichtigste Website dar. Das Centraal Bureau voor Genealogie in Den Haag hat eine Seite, die ebenfalls viele Informationen enthält und darüber hinaus noch auf viele andere Seiten hinweist, die sich mit Themen rund um Familienforschung befassen. Aber auch die Nederlandse Genealogische Vereniging (NGV) sowie die Abteilung Groningender NGV verfügen über Internetseiten. Dort finden Sie auch Links zu anderen Seiten, die vor allem für Recherchen zu Familien aus Groningen von Interesse sein können.
 
Meine Vorfahren sind emigriert. Wo kann ich darüber Informationen finden?
Zwischen 1847 und 1900 emigrierten gut 20.000 Menschen aus der Provinz Groningen nach Nordamerika. Die Emigrantenzahlen wurden in jährlichen Berichten von der Provinz über die verschiedenen Gemeinden protokolliert (Archiv des Kommissars der Königin). Seit 1879 wurden die Daten in separaten Listen gesammelt, den sogenannten landverhuizerslijsten. In unserem Lesesaal treffen Sie auf alle diese Jahresberichte sowie auf Kopien von dazugehörigen Registrierungen aus der Periode 1879-1901. Zudem finden Sie hier eine von Prof. R.P. Swieringa zusammengestellte alphabetische Liste von Menschen an, die in den Jahren 1835-1880 nach Nordamerika oder in andere Gebiete in Übersee emigrierten. Andere wichtige Quellen sind die Passagierlisten aus dem Archiv der Holland Amerika Lijn (HAL), die im Gemeindearchiv Rotterdam zu finden sind. Informationen über Nordamerikanische Emigranten trifft man darüber hinaus auch auf folgender Website an: www.ellisisland.com.
 
Ich suche Informationen zu einer Festnahme während des Zweiten Weltkriegs?
Eine wichtige Quelle stellt das Archiv der Groninger Gemeindepolizei dar. In den Meldeberichten, in denen Namensverzeichnisse vorhanden sind, können Sie nähere Informationen zum Ort und Zeitpunkt einer Festnahme finden. Genauere inhaltliche Angaben können Sie den Strafanzeigen entnehmen, die chronologisch sortiert sind. Zudem können die Archive der Huizen van Bewaring sowie der Gefängnisse wichtig sein. Aus datenschutzrechtlichen Gründen können dort vorhandene Informationen jedoch erst nach schriftlicher Zustimmung unsererseits zu Rate gezogen werden.
Das Quellenmaterial der deutschen Besatzer ist in den meisten Fällen verloren gegangen. Informationen, wie beispielsweise solche zum Widerstand in Groningen, bekommt man bei der „Stichting Oorlogs- en Verzetsmateriaal Groningen“ (Groninger Stiftung für Kriegs- und Widerstandsdokumente), die ebenfalls in unserem Gebäude ansässig ist.
 
Haben Sie Informationen zum „Englischen Lager“ und den dort während des Ersten Weltkriegs Internierten?
Während des Ersten Weltkriegs wurden Seeleute der 1st Royal Naval Brigade in einem Lager in der Nähe des Strafgefangenenlagers am Hereweg in Groningen interniert. Neben einer Reihe von Fotos zum Lager, unter denen sich auch die der Theatergesellschaft „De Timbertown Follies“ befinden, verfügen die Groninger Archieven über eine große Anzahl an Exemplaren des „Camp Magazine“ sowie über Mappen mit Dokumentationen und eine Reihe von Publikationen zum Lagerleben. Abgesehen von einem Gesangbuch, das ein internierter Engländer geschrieben hat, mangelt es an weiteren Informationen zu einzelnen Soldaten.
 
  Das RHC ist das Informationszentrum für die Geschichte der Stadt und Provinz Groningen!